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Bedrohte Völker - bedrohte Welten
Im Krieg, den die Industriestaaten gegen die Natur führen, kämpfen die letzten indigenen Völker dieser Erde an der vordersten Front. Die folgenden Text sind den vielen Millionen Indigenen gewidmet, die in diesem Augenblick gegen Bergbau, Abholzung, Staudämme, Monokulturen, Plantagen, Tourismus und andere ihnen aufgezwungene "Entwicklungen" kämpfen, um ihre Heimat, ihre Kultur und das natürliche ökosystem, von dem sie abhängig sind, vor weiterem Schaden zu bewahren. Tausenden von Ureinwohnern ergeht es ähnlich oder gar schlimmer als den hier beispielhaft vorgestellten Menschen. Bitte unterstützen Sie all die friedlichen Bemühungen indigener Völker, ihre Heimat und ihre Kultur zu erhalten.

Indigene Völker und ihre Lebensräume lassen sich nicht trennen. Selbst wildester Regenwald ist, wenn man genau hinschaut, eine Kulturlandschaft, die in langer "Arbeit" von seinen Bewohnern verändert und meist äußerst behutsam genutzt worden ist. Umgekehrt prägten die Lebensräume die Menschen und die indigenen Kulturen - sodaß diese nach einer Zerstörung der Gebiete nicht weiterbestehen können. Diesen Zusammenhang aufzuzeigen war die Idee eines Kalenders aus dem Jahr 1993 - dem folgende Texte entnommen sind.

Titel war "Endangered Peoples - Endangered Places" oder "Bedrohte Völker - Bedrohte Welten" und die Thematik ist heute so aktuell wie damals.

Durch die Massenwanderungen in den letzten vier Jahrhunderten haben die meisten Menschen ihren Bezug zur natürlichen Welt und damit ihre Identität mit der Natur verloren. Heute gibt es weniger als 500 Millionen Indigene - ungefähr 5.000 geographisch, kulturell und sprachlich unterschiedliche Gruppen, die noch in ihren Stammesgebieten leben. Die meisten davon befinden sich in isolierten, von modernen Wirtschaftssystemen unerschlossenen Gebieten, in ökologisch empfindlichen noch ursprünglichen Teilen der Erde; in Wüsten und Trockengebieten, in Tundra und Taiga, in tropischen Regenwäldern und in Gebirgsregionen.

Es ist Teil des Fortschrittsglaubens geworden, daß letztendlich alle Menschen dem Luxus und den "Möglichkeiten" der technologisch weiterentwickelten Kulturen, die die Welt dominieren, erliegen werden. Doch die meisten indigenen Völker wollen ihre traditionellen Lebensformen nicht aufgeben. Aber der brutale Eingriff in die Stammesgebiete durch Regierungen und Konzerne mit der Absicht, Wälder, Bodenschätze, Wasser und Boden für den schnellen Profit zu nutzen, läßt den Indigenen oft keine Wahl. Dieser "Fortschritt" hinterläßt veränderte und zerstörte ökosysteme - verschmutzte Gewässer, erodierte Böden, geplünderte Wälder und Einfallschneißen für Siedler, die Krankheiten mitbringen und die Vertreibung der Ureinwohner zur Folge haben.

Unser Planet ist in großen Schwierigkeiten. Die verschwenderischen industriellen Aktivitäten, die auf kurzfristigem Denken und kurzsichtigen kulturellen Werten beruhen, beschleunigen die globale Umweltzerstörung und bringen uns dem biologischen Kollaps der Erde näher. Die Hoffnung für unseren Planeten liegt darin, die Rechte der indigenen Völker zu respektieren, ihr Engagement zur Erhaltung der Heimat für zukünftige Generationen zu übernehmen und darin, daß unsere Gesellschaft von ihrer naturverbundenen Philosophien und ihrer ökologisch nachhaltigen Nutzung der Rohstoffe lernt.

Quelle:  Pro REGENWALD e.V.
Frohschammerstr. 14, 80807 München
Tel: 089-359 8650, Fax: 089-359 6622
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